Gollnick Data Solutions LogoGollnick Data
Zurück zur Übersicht

🌍 Klima-Simulation 2026–2100 (Claude Fable 5)

Ein gekoppeltes System-Modell: Bevölkerung, Emissionen, Temperatur, Meeresspiegel, Eis, Ernten und Wasserstress beeinflussen sich jedes Jahr gegenseitig. Die Bevölkerung ist dabei ein Ergebnis des Modells — kein Eingabewert.

⚡ Tempo der Energiewende
0,6 %-Pkt./Jahr
💶 CO₂-Bepreisung
30 €/t
🌳 Aufforstung (+) / Entwaldung (−)
0 Gt CO₂/Jahr

🌡️ Globale Temperatur (°C über vorindustriell) — Marker: gekippte Elemente

👥 Weltbevölkerung (Mrd.) — Modellergebnis vs. UN-Pfad ohne Klimafolgen

🌊 Meeresspiegelanstieg seit 2025 (cm)

🌾 Ernte, Wasserstress & Konflikt-Index — Knappheit treibt Konflikte

🏭 Jährliche Netto-Emissionen (Gt CO₂e) & Permafrost-Methan

🧊 Eisbedeckungs-Index (2025 = 100) → steuert Albedo-Rückkopplung

🎯 Kipppunkte — was kippt bei deiner Einstellung?

Kipppunkte sind Schwellen, ab denen sich Teile des Klimasystems selbst verstärkend und unumkehrbar verändern — auch wenn die Temperatur später wieder sinkt. Gekippte Elemente verändern die Modellgleichungen dauerhaft (rote Marker in den Charts). Die Jahresangaben zeigen die Spanne zwischen pessimistischer und optimistischer Parametrisierung.

🧊 Grönland-Eisschild
Schwelle: ~1,6 °C
⚠ Gekippt 2034 (Spanne 2026–2054)
Unaufhaltsamer Eisverlust: Meeresspiegel +1,5 mm/Jahr extra, Eis schmilzt 50 % schneller (Albedo).
🌫️ Permafrost-Kollaps
Schwelle: ~1,7 °C
⚠ Gekippt 2039 (Spanne 2026–2061)
Abruptes statt graduelles Tauen: Methan-Freisetzung verdoppelt sich.
❄️ Westantarktis (WAIS)
Schwelle: ~1,8 °C
⚠ Gekippt 2045 (Spanne 2030–2069)
Instabiler Eisschild: Meeresspiegel +2,0 mm/Jahr zusätzlich — über Jahrhunderte unumkehrbar.
🌊 Atlantikzirkulation (AMOC)
Schwelle: ~2,2 °C
⚠ Gekippt 2065 (pessimistisch 2046, optimistisch nie)
Monsune & Anbauzonen verschieben sich: Ernten dauerhaft −8 %, Wasserstress +8 Punkte.
🌳 Amazonas-Regenwald
Schwelle: ~2,8 °C (2,2 bei Entwaldung)
Riskant — kippt im pessimistischen Lauf (2070)
Dieback: Der Wald wird zur CO₂-Quelle, +1,5 Gt/Jahr zusätzlich.

Was bedeutet deine Regler-Einstellung für das Jahr 2100?

Temperatur 2100
+2,8 °C
Spanne: 2,4–3,3 °C
Weltbevölkerung 2100
7,9 Mrd.
Spanne: 6,53–9,27 Mrd.
Meeresspiegel seit 2025
+72 cm
Spanne: 48–96 cm
Kumulative Emissionen
2.729 Gt
Kohlenstoffarme Energie
71 %
Konflikt-Index 2100
42 / 100

Eine gefährliche Erwärmung: Ernten, Wasser und Küsten geraten stark unter Druck.

Kipppunkte: Deine Einstellung löst in der mittleren Schätzung 4 von 5 Kipppunkten aus (Grönland-Eisschild, Permafrost-Kollaps, Westantarktis (WAIS), Atlantikzirkulation (AMOC)). Diese Veränderungen sind unumkehrbar und beschleunigen sich selbst — ein Teil der Erwärmung und des Meeresspiegelanstiegs läuft danach auch ohne weitere Emissionen weiter. Der Effekt ist in den Charts als Abstand zur gelben gestrichelten Linie („ohne Kipppunkte“) ablesbar. Allein die Kipppunkte kosten bis 2100: +0,1 °C zusätzliche Erwärmung, +22 cm Meeresspiegel und 730 Millionen Menschen bei der Weltbevölkerung.

Bandbreite: Die schattierten Flächen in den Charts zeigen die Spanne zwischen optimistischen und pessimistischen Annahmen für Klimasensitivität, Rückkopplungsstärken und Schadenswirkung. Für 2100 heißt das: Temperatur zwischen 2,4 und 3,3 °C, Bevölkerung zwischen 6,53 und 9,27 Mrd. Die Wahrheit liegt irgendwo in diesem Band — genauer kann es seriös niemand sagen.

In einfacher Sprache: Mit deinen aktuellen Einstellungen ist die Erde im Jahr 2100 etwa 2,8 °C wärmer als vor der Industrialisierung. Der Meeresspiegel liegt 72 cm höher als heute. Die Ernten liefern weniger als heute, weil Hitze und Extremwetter den technischen Fortschritt auffressen (Index 93 von 100), und der Wasserstress erreicht 62 von 100 Punkten.

Der Konflikt-Index steigt von 15 (heute) auf 42 von 100 Punkten: Knappe Nahrung und knappes Wasser heizen Kriege und Vertreibung massiv an — und die Konflikte bremsen ihrerseits Wirtschaft, Ernten und die Energiewende. Ein Teufelskreis.

Das Modell errechnet daraus eine Weltbevölkerung von 7,9 Milliarden Menschen — das sind etwa 2.490 Millionen weniger als der UN-Pfad ohne Klimafolgen ergeben hätte (10,39 Mrd.). Diese Lücke entsteht im Modell über drei Kanäle: Hunger (Nahrung pro Kopf), Wasserstress und Konflikte (Kriegstote, Vertreibung, zusammenbrechende Versorgung). Je ehrgeiziger du die drei Regler stellst, desto kleiner wird diese Lücke.

⚠️ Didaktisches Modell, kein wissenschaftliches Klimamodell. Datenstand Juli 2026: IPCC AR6 (TCRE ≈ 0,45 °C/1000 Gt CO₂), Global Carbon Budget 2025 (38,1 Gt fossiles CO₂, 4,1 Gt Landnutzung, Senken ~15 % geschwächt, 1,5-°C-Restbudget ~170 Gt), WMO State of the Global Climate 2025 (+1,44 °C), UN World Population Prospects (8,30 Mrd. Mitte 2026, Peak ~10,3–10,4 Mrd. in den 2080ern), Climate Action Tracker Global Update COP30 (~2,6 °C bei aktueller Politik), Klima-Konflikt-Forschung (Mach et al. 2019 in Nature, IPCC AR6 WGII Kap. 16, Ecological Threat Report 2025), Kipppunkt-Schwellen nach Global Tipping Points Report 2025 und Armstrong McKay et al. 2022 (Science). Unsicherheitsbänder: drei Modellläufe mit optimistischer, mittlerer und pessimistischer Parametrisierung (TCRE 0,35–0,55 °C/1000 Gt, Feedback-Stärken ±40–50 %, Kipppunkt-Schwellen ±0,25 °C) — keine formale Wahrscheinlichkeitsverteilung. Die Stärke der Bevölkerungs- und Konflikt-Rückkopplungen ist bewusst vereinfacht — reale Projektionen dazu sind hochgradig unsicher.

📌 Stand der Forschung & Politik (Juli 2026, Claude Fable 5)

  • Temperatur: 2025 lag bei +1,44 °C (±0,13) über vorindustriell — eines der drei wärmsten Jahre der Messgeschichte; Mittel 2023–2025: +1,48 °C (WMO).
  • Emissionen: Fossiles CO₂ erreichte 2025 mit 38,1 Gt einen neuen Rekord; inkl. Landnutzung 42,2 Gt. Restbudget für 1,5 °C: nur noch ~170 Gt ≈ 4 Jahre (Global Carbon Budget 2025).
  • Senken: Land- und Ozeansenken sind durch die Erwärmung bereits ~15 % schwächer als ohne Klimawandel — im Modell als Rückkopplung E eingebaut.
  • Kipppunkte: Der Global Tipping Points Report 2025 (160 Autoren) setzt die Schwellen niedriger an als frühere Schätzungen: Grönland ~1,5 °C, AMOC-Kollaps-Risiko schon unter 2 °C, Amazonas-Dieback unter 2 °C bei fortgesetzter Entwaldung. Die AMOC schwächt sich bereits um ~1 Sv pro Dekade ab; 13 von 15 bekannten Wechselwirkungen zwischen Kipppunkten wirken destabilisierend (Kaskadengefahr).
  • Ressourcen & Konflikte: Klima wirkt als „Bedrohungsverstärker“: +25 % Ernährungsunsicherheit erhöhen das Konfliktrisiko um 36 %, +25 % Wasserknappheit um 18 %. Rund die Hälfte der 122 Mio. Vertriebenen lebt in Regionen mit Konflikt UND schweren Klimagefahren (Sahel, Horn von Afrika, Naher Osten).
  • Politik: Die USA (zweitgrößter Emittent) sind seit 27.01.2026 aus dem Pariser Abkommen ausgetreten. Die COP30 in Belém hat erstmals offiziell anerkannt, dass 1,5 °C überschritten wird. Aktuelle Politik weltweit führt zu ~2,6 °C (Climate Action Tracker: 2,3–2,8 °C) — die Default-Einstellung der Regler entspricht ungefähr diesem Pfad.